Der neueste Artikel von Radhika Ojha im SAP Insider war eine Freude zu lesen, wie der Einsatz vom External Output Management im kritischen SAP-Druck hervorgehoben wird. Dieser Artikel hat mich zum Nachdenken angeregt, und ich möchte der ausgezeichneten Zusammenfassung zu diesem Thema noch ein paar Gedanken hinzufügen.
Einige SAP-Berater sind der Meinung, dass die SAP-Standardlösung für das Drucken, d. h. SAPSPrint und der SAP Cloud Print Manager, für Unternehmen ausreichen. Wir sind da höflich, aber deutlich anderer Meinung. Das Problem liegt nicht in diesen Lösungen selbst, die gut programmiert und leicht zu implementieren sind. Vielmehr ist die Abhängigkeit von den Windows-Druckertreibern für die PDL-Produktion sowie die Verwendung von Windows-Druckerdefinitionen und des Windows-Spoolers für die Zustellung ein Problem. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft sich Unternehmen bei LRS aufgrund eines kritischen Druckproblems gemeldet haben oder in Momenten, wenn der Hintergrunddruck zum Stillstand gekommen war. In vielen dieser Fälle haben die Unternehmen erhebliche Geschäftseinbußen erlitten mit Kosten im sechs- oder siebenstelligen Bereich.
Windows Print Server (WPS) wurde nie als skalierbarer, hochverfügbarer (HA) Spooler für Unternehmen mit gesicherter Bereitstellung konzipiert. Dessen Anfänge liegen eindeutig im Bereich des Druckens in Zweigniederlassungen, als Benutzerfreundlichkeit die treibende Kraft war. Da war es den Hardwareanbietern möglich, eine herstellerspezifische interaktive Benutzeroberfläche zu erstellen. Die architektonische Abhängigkeit der WPS-Systeme von Remote Procedure Calls und herstellerbasiertem Code, der mit mächtigen SYSTEM-Berechtigungen ausgeführt wird, ist für einen sicheren und skalierbaren Betrieb jedoch nicht förderlich. Ich bezweifle zwar nicht, dass KMUs mit ein paar hundert Druckern Probleme mit der Skalierbarkeit vermeiden können, stimme aber meinem Kollegen Guy Tucker zu, wenn er sagt, dass man PrintNightmare nicht wie einen Geist zurück in die Flasche stecken kann.
Die meisten, die Opfer von Skalierbarkeits- und Stabilitätsproblemen geworden sind, haben ihre Spool-Umgebungen organisch wachsen lassen, manchmal über Zeiträume von zehn oder mehr Jahren. Letztendlich sind die Ergebnisse aber einfach nicht mehr handhabbar. Wenn Probleme beim Drucken auftreten, lautet die Antwort des IT-Supports in der Regel: „Entlasten Sie die einzelnen Systeme durch die Einrichtung neuer Server.“ Unserer Meinung nach ist dies jedoch keine Strategie, die auf Dauer funktioniert. Die erste Frage, die Sie sich stellen sollten, lautet: „Wie viele Druckerwarteschlangen gibt es in SAP?“ Das ist eine leichte Frage. Die Antwort auf die Folgefrage jedoch, „Und wie viele dieser Warteschlangen werden tatsächlich genutzt?“, veranschaulicht perfekt, wohin die Verwendung der SAP-Standardlösung für Unternehmen führt. Ich bin bisher noch keinem großen Unternehmen begegnet, das diese Frage beantworten konnte. Diese Unfähigkeit zu antworten deutet auf das Fehlen einer verwalteten End-to-End-Lösung hin.
Die VPSX Enterprise Output Management (EOM)-Lösung von LRS wurde von Grund auf als HA-Lösung konzipiert und ermöglicht sowohl eine vertikale als auch eine horizontale Skalierung. Durch die Einbindung von SAP-Systemen in diese Lösung kann SAP die gesamte Funktionalität der EOM-Umgebung nutzen. Dazu zählt die automatische End-to-End-Definition und Entfernung von Druckern (IMAC/D), die direkt vom Ticketingsystem oder den Geräten selbst gesteuert werden. Zur Funktionalität gehören auch Pull-Print, Drucken über das Internet ohne VPN, vollständige Drucküberwachung, DLP, Scan- und Druckintegration und ein Helpdesk-basierter Single Point of Control. Vor allem aber ermöglicht die LRS-Lösung aus Sicht der Geschäftsprozesse, die auf das Drucken angewiesen sind, eine sichere Zustellung.
Möchten Sie Ihre aktuelle Betriebsart (CMO) auf längere Sicht bei der Migration auf S/4HANA und der Planung für die Zukunft für den Druck ohne weitere Prüfung verlängern? Wenn ja, dann stellen Sie sich bitte zwei Fragen: „Ist dies eine nachhaltige Lösung? Ist dies im besten Interesse unseres Unternehmens?“
Wir sind der Meinung, dass Sie die einmalige Gelegenheit haben, mit einer sechswöchigen Investition auf eine Unternehmenslösung umzusteigen, die zukunftssicher ist, jahrzehntelang zuverlässig funktioniert und sich innerhalb von sechs Monaten amortisiert. Die Aufrechterhaltung Ihrer CMO klingt zwar sicher und einfach, aber Ihre künftige Betriebsart (FMO) ist, wo die Kosten-, Zeit- und Sicherheitsvorteile zu finden sind. Es zahlt sich aus, Zeit in die Verbesserung Ihrer Druckinfrastruktur zu investieren. Sprichwörtlich.
Die besten Wünsche für ein reibungslos funktionierendes neues Jahr aus dem Odenwald.
—Al